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Großzügigkeit der Rechtschaffenen während des Haddsch Teil 1

Großzügigkeit der Rechtschaffenen während des Haddsch Teil 1

Sulaimân ibn Ar-Rabî sagte: „Ich reiste mit einer Gruppe von frommen Leuten aus Basra nach Mekka. Wir sagten: ‚Bei Allâh, wir werden nicht zurückkehren, bis wir einen der Gefährten von Muhammad (möge Allâh ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) getroffen haben, der uns einen Hadîth erzählt.‘ Wir fragten so lange, bis wir erfuhren, dass Abdullâh ibn Amr in den unteren Bereichen von Mekka verweilte. So gingen wir zu ihm, und wir sahen eine große Karawane mit dreihundert Reittieren, davon hundert Kamele und zweihundert Lasttiere. Wir fragten: ‚Wem gehört dieses Gepäck?‘ Sie antworteten: ‚Abdullâh ibn Amr.‘ Wir fragten verwundert: ‚Gehört all das ihm?‘ – denn es wurde uns berichtet, dass er ein sehr bescheidener Mensch ist. Sie entgegneten: ‚Was die hundert Reitkamele betrifft, so sind sie für seine Brüder, die er mit sich führt. Die zweihundert Lastkamele sind für Besucher aus anderen Städten und seine Gäste.‘ Wir waren darüber erstaunt! Sie sagten: ‚Wundert euch nicht darüber, denn Abdullâh ist ein reicher Mann, und er sieht es als seine Pflicht an, viel Proviant für diejenigen bereitzustellen, die bei ihm unterkommen.‘ Wir sagten: ‚Führt uns zu ihm.‘ Sie sagten: ‚Er befindet sich in der Harâm-Moschee.‘ So machten wir uns auf die Suche nach ihm, bis wir ihn hinter der Ka‘ba sitzend fanden, bekleidet mit zwei einfachen Tüchern und einem Turban, ohne Hemd, und seine Sandalen hatte er an seiner linken Seite aufgehängt.

Mus‘ab ibn Thâbit sagte: „Bei Allâh, man berichtete, dass Hakîm ibn Hizâm am Tag von Arafa mit hundert Sklaven, hundert Kamelen, hundert Kühen und hundert Schafen eintraf und ausrief: ‚Dies alles ist für Allâh!‘ Er befreite die Sklaven und opferte die Tiere.“ Challâd ibn Abdurrahmân sagte: „Ich fragte Sa‘îd ibn Dschubair: ‚Wer gilt unter den Pilgern als der beste?‘ Er antwortete: ‚Derjenige, der Essen spendet und seine Zunge hütet.‘“ At-Thaurî sagte: „Wir hörten, dass dies zur Güte des Haddsch gehört.“ Ich möchte hinzufügen, dass dieser Hadîth in marfû-Form (Isnâd bis zum Propheten) überliefert wurde, aber nicht authentisch ist.

Mâlik ibn Anas sagte: „Sa’îd ibn Al-Musayyib pilgerte gemeinsam mit Ibn Harmala. Während Sa‘îd einen Widder opferte, schlachtete Ibn Harmala ein Kamel (oder eine Kuh) für sechs Dinar. Verwundert fragte Sa‘îd ihn: ‚Warum hast du uns nicht nachgeeifert?‘ Ibn Harmala antwortete: ‚Allâh sagt: »Und die Opferkamele haben Wir euch zu Kultzeichen Allâhs gemacht. An ihnen habt ihr (etwas) Gutes« (Koran 22:36). Ich wollte den Segen dort suchen, wo Allâh ihn mir versprochen hat.‘ Sa‘îd war von dieser Antwort so beeindruckt, dass er sie oft erzählte.

Sufyân ibn Uyaina sagte: „Safwân ibn Salîm vollzog den Haddsch und hatte sieben Dinar bei sich. Er kaufte damit ein Kamel. Man sagte zu ihm erstaunt: ‚Du hast nur sieben Dinar und kaufst damit ein Kamel!‘ Er sagte: ‚Ich hörte Allâh den Erhabenen sagen: ‚Und die Opferkamele haben Wir euch zu Kultzeichen Allâhs gemacht. An ihnen habt ihr (etwas) Gutes (Koran 22:36).‘“ Ibrâhîm An-Nachaî sagte: „Alqama und Al-Aswad pflegten den Haddsch mit Abdullâh ibn Al-Hârith, dem Bruder von Al-Aschtar, zu vollziehen. Er versorgte sie mit allem, was sie brauchten.“ Muhammad ibn Sîrîn sagte: „Die Gefährten von Muhammad (möge Allâh ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) unterstützten sich gegenseitig beim Haddsch und dies reichte ihnen aus.

Alî ibn Al-Hasan ibn Schaqîq sagte: „Als die Pilgerzeit nahte, versammelten sich die Brüder von Abdullâh ibn Al-Mubârak aus Merv bei ihm und sagten: ‚Wir wollen dich begleiten, Abû Abdurrahmân.‘ Er entgegnete: ‚Bringt eure Reisegelder.‘ Er nahm ihre Reisegelder entgegen, verwahrte sie sicher in einer Truhe und mietete für sie Reittiere. Von Merv aus reisten sie nach Bagdad. Er verwöhnte sie mit den feinsten Speisen und Süßigkeiten. In Bagdad stattete er sie mit den schönsten Kleidern aus und führte sie schließlich in die Stadt des Gesandten Allâhs. In Medina erkundigte er sich bei jedem, welche Geschenke er für seine Angehörige mitbringen sollte und besorgte diese. Danach brachte er sie nach Mekka und tat dort das Gleiche. Nach der Pilgerfahrt in Mekka brachte er sie zurück nach Merv und versorgte sie weiterhin großzügig. Als sie in Merv ankamen, ließ er ihre Häuser renovieren und veranstaltete nach drei Tagen ein großes Festessen und schenkte ihnen Kleidung. Zum Schluss ließ er die Truhe bringen und öffnete sie. Er gab jedem seinen Reisegeldbeutel zurück, und auf jedem Beutel stand der Name des Besitzers drauf.

Abdurrahmân ibn Umar sagte: „Abdurrahmân ibn Mahdî pflegte jedes Jahr den Haddsch zu vollziehen. Ich hörte ihn sagen: ‚Ich mag es nicht, die Haddsch-Zeit zu verpassen.‘ Abdurrahmân ibn Umar sagte: „Ich glaube, er pflegte während des Haddsch Vorräte zu beschaffen und Almosen zu geben.

Amr ibn Qais sagte: „Chaithama ibn Abdurrahmân pilgerte in Begleitung einiger Gefährten. In der Nacht von Muzdalifa hörte er, wie ein Mann klagte, dass ein Mitglied des Stammes der Dscha‘far seine Reisemittel verloren hatte. Chaithama erkundigte sich nach dem genauen Aufenthaltsort des Betroffenen und ließ sich diesen zeigen. Am Nachmittag des Opferfestes begab er sich zu der angegebenen Stelle und erkundigte sich nach dem Mann. Es stellte sich heraus, dass er ihn nicht kannte. Nachdem er ihn gefunden hatte, fragte er ihn, was er verloren hatte. Dieser erzählte es ihm. Er überreichte ihm einen Beutel mit dreißig Dinar und Kleidung und sagte: ‚Bereite dich damit auf die Reise zu deiner Familie vor.‘

Ibrâhîm Al-Harawî sagte: „Sa‘îd Al-Dschauharî vollzog den Haddsch und nahm vierhundert Pilger mit, abgesehen von seinem eigenen Gefolge. Er pilgerte mit ihnen. Zu den Pilgern zählten unter anderem Ismâ‘îl ibn Ayyâsch und Huschaim ibn Baschîr. Ich selbst nahm an dieser Pilgerfahrt während der Herrschaft von Hârûn Ar-Raschîd teil.

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